Es wurde ihr gesagt:
"Tritt in den Palast ein." Und als sie ihn
sah, meinte sie, da sei ein Wasserspiegel, und entblößte
ihre Beine. Er sprach: "Siehe, dies ist ein Palast,
mit Glas getäfelt. "Da rief sie: "O mein
Herr! Siehe, ich sündigte wider mich selbst. Doch
ich ergebe mich jetzt mit Salomon Allah, dem Herrn
der Welten." (Sure an-Naml: 44)
Der Quran berichtet vom historischen Treffen zwischen dem
Propheten Salomon und der Königin von Saba. Dies wurde anhand
von archäologischen Untersuchungen im alten Land von Saba,
im Südjemen bestätigt. Die Forschung zeigt, dass in den
Jahren zwischen 1000 und 950 v. Chr. hier eine Königin gelebt
hat, die eine Reise in den Norden (Jerusalem) unternahm.
In der Sure al-Naml wird darüber berichtet, was zwischen
den beiden Herrschern vorgefallen war, und außerdem findet
man hier Informationen über die wirtschaftliche und politische
Macht der Länder, ihre Regimes und andere Details. Diese
Geschichte, die einen großen Teil der Sure al-Naml ausmacht,
erzählt uns wie der Wiedehopf, der zur Armee des Propheten
Salomons gehörte, Salomon Nachrichten von der Königin von
Saba überbrachte.
Doch dieser säumte nicht lange und sprach:
"Ich habe etwas erfahren, was du bisher nicht erfahren
hattest; und jetzt bringe ich dir aus Saba zuverlässige
Nachricht. Siehe, ich fand dort eine Frau, die über sie
herrscht. Sie verfügt über alle Dinge im Überfluss und besitzt
einen herrlichen Thron. Auch fand ich heraus, dass sie und
ihr Volk an Stelle Allahs die Sonne anbeten. Satan hat ihnen
ihre Werke in schönem Licht erscheinen lassen und sie abseits
vom Weg geführt, sodass sie nicht rechtgeleitet sind. Und
Allah nicht anbeten, Der das Verborgene in den Himmeln und
auf Erden zum Vorschein bringt und weiß, was ihr verbergt
und was ihr offen tut. Allah- es gibt keine Gottheit außer
Ihm, dem Herrn des herrlichen Thrones." Er sprach:
"Wir werden sehen, ob du die Wahrheit gesagt oder gelogen
hast. (Sure an-Naml: 22-27)
Nachdem der Prophet Salomon vom Wiedehopf diese Informationen
erhalten hatte, erteilte er ihm folgende Anweisung:
Geh mit diesem Brief von mir los und übermittele
ihn ihr. Dann halte dich von ihnen zurück und beobachte,
wie sie reagieren." (Sure An-Naml: 28)
Im Quran werden auch die Ereignisse erwähnt, die sich daraufhin
ereigneten:
Sie
(die Königin) sprach: "O ihr Anführer! Seht, mir wurde
ein kostbarer Brief übermittelt! Seht, er stammt von Salomon
und lautet: "Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen:
Seid mir gegenüber nicht überheblich, sondern kommt gottergeben
zu mir." Sie sprach: "O ihr Anführer! Beratet
mich in der Frage, vor der ich stehe. Ich entscheide keine
Sache, ohne euch hinzuzuziehen." Sie antworteten: Wir
verfügen über viel (militärische) Stärke und Kampfkraft.
Die Entscheidung liegt jedoch bei dir. So überlege, was
du gebieten willst." Sie sprach: "Fürwahr, wenn
Könige ein Land einnehmen, zerstören sie es und machen die
vornehmsten seiner Bewohner zu den niedrigsten. So verhalten
sie sich stets. Seht, ich werde ihnen ein Geschenk übersenden
und abwarten, was die Boten zurückbringen." Und als
er zu Salomon kam, fragte dieser: "Wollt ihr etwa meine
Reichtümer vermehren? Was mir Allah gegeben hat, ist besser
als alles, was Er euch gab. Ihr selbst jedoch würdet euch
eueres Geschenks erfreuen! Kehre zu ihnen zurück. Wir werden
gewiss mit großen Heeren zu ihnen kommen, denen sie nicht
widerstehen können. Dann werden wir sie in Schmach und Schande
vertreiben." Er fragte: "O ihr Anführer! Wer von
euch bringt mir ihren Thron, noch bevor sie in Ergebenheit
bei mir eintreffen?" Ein Kraftprotz von den Dschinn
sagte: "Ich bringe ihn dir, noch bevor du dich von
deinem Platz erhebst. Ich bin wirklich dafür stark genug
und auch verlässlich." Da sprach einer von ihnen, welcher
Schriftkenntnisse besaß: "Ich bringe ihn dir innerhalb
eines Augenzwinkerns von dir!" Und als er ihn vor sich
stehen sah, sprach er: "Dies ist eine Gnade meines
Herrn, mich zu prüfen, ob ich dankbar oder undankbar bin.
Und wer dankbar ist, ist nur dankbar zu seinem Besten. Und
wenn einer undankbar ist - wahrlich, mein Herr ist unabhängig
und großmütig." Er sprach: "Macht ihren Thron
für sie unkenntlich. Wir wollen sehen, ob sie sich rechtleiten
lässt oder nicht." Und als sie eintraf, wurde gefragt:
"Ist dein Thron so?" Sie antwortete: "Es
ist, als ob er es wäre!" (Salomon) "Doch wir erhielten
Wissen schon vor ihr und waren schon gottergeben. Aber das,
was sie (bisher) anstelle von Allah verehrt hatte, hatte
sie abseits geführt; denn sie entstammte einem ungläubigen
Volk." Es wurde ihr gesagt: "Tritt in den Palast
ein." Und als sie ihn sah, meinte sie, da sei ein Wasserspiegel,
und entblößte ihre Beine. Er sprach: "Siehe, dies ist
ein Palast, mit Glas getäfelt. "Da rief sie: "O
mein Herr! Siehe, ich sündigte wider mich selbst. Doch ich
ergebe mich jetzt mit Salomon Allah, dem Herrn der Welten."
(Sure an-Naml: 29-44)
Der Palast des Propheten Salomon
In den Suren und Quranversen, welche über die Königin von
Saba erzählen, wird auch über Salomon berichtet. Der Quran
informiert uns detailliert über seinen prächtigen Palast
und seine Herrschaft.
Nach diesen Informationen verlieh Allah dem Propheten Salomon
die fortgeschrittenste Technik seiner Zeit. In seinem Palast
gab es bezaubernde Kunstwerke und wertvolle Dinge, die diejenigen,
die sie sahen, in Bewunderung versetzten und beeindruckten.
Der Fußboden des Palasteingangs bestand aus Glas. Im Quran
wird dieses ästhetische Bauwerk und der Eindruck, den es
auf die Königin von Saba machte, folgendermaßen beschrieben:
Es wurde ihr gesagt: "Tritt in den Palast
ein." Und als sie ihn sah, meinte sie, da sei ein Wasserspiegel,
und entblößte ihre Beine. Er sprach: "Siehe, dies ist
ein Palast, mit Glas getäfelt." Da rief sie: "O
mein Herr! Siehe, ich sündigte wider mich selbst. Doch ich
ergebe mich jetzt mit Salomon Allah, dem Herrn der Welten."
(Sure an-Naml: 44)
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| Die einzige Mauer
des Tempels, die nach dem Einsturz des Tempels von Salomo
stehengeblieben ist. Sie wurde von den Juden zur “Klagemauer”
umgewandelt. Die Muslime hingegen, die im 7. Jahrhundert
Jerusalem eroberten, bauten an der alten Stelle des
Tempels die Omar-Moschee und die Kubbet-us Sahra. Auf
dem Bild rechts: Kubbet-us Sahra und die naheliegende
Klagemauer. |
In der jüdischen Literatur ist der Palast von Salomon als
"Salomons Tempel" bekannt. Heute steht nur noch
die "Westmauer" des Palastes oder Tempels, die
die Juden als "Klagemauer" bezeichnen. Der Grund
dafür, dass der Palast des Propheten Salomon und mehrere
Stellen in Jerusalem eingestürzt waren, sind das Unheil
und die Hochmütigkeit der Juden. Der Quran sagt dazu:
Und für die Kinder Israels bestimmten Wir
in der Schrift: "Ihr werdet sicherlich auf der Erde
zweimal Unheil anrichten und euch als höchst anmaßend erweisen."
Und als die Vorhersage für das erste der
beiden Male eintraf, entsandten Wir unsere Diener gegen
euch mit gewaltiger Schlagkraft; und sie drangen in eure
Wohnungen ein. So wurde die Drohung vollzogen.
Dann gaben Wir euch wiederum die Macht über
sie und mehrten eure Vermögen und eure Nachkommen und machten
euch so zahlreich.
Wenn ihr Gutes tut, tut ihr das Gute für
euch selbst. Wenn ihr Böses tut, wirkt es gegen euch. Und
als die Vorhersage das zweite Mal eintraf, ließen Wir euch
zutiefst erniedrigen. Sie betraten euere Moschee, so wie
das erste Mal, und zerstörten von Grund auf alles, was sie
erobert hatten. (Sure al-Isra': 4-7)
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Der
Palast des Propheten Salomo war mit den fortschrittlichsten
technischen Besonderheiten seiner Zeit und einer überragenden
Ästhetik ausgestattet. Im Plan (oben) ist das Zentrum
von Jerusalem zur Zeit des Propheten Salomo zu sehen.
1. Das südwestliche Tor
2. Der Palast der Königin
3. Der Palast des Propheten Salomo
4. Mit 32 Säulen ausgestatteter Eingang
5. Das Gerichtsgebäude
6. Der Libanonwald
7. Das Haus der hohen Mönche
8. Die Eingangstür des Tempels
9. Der Hof des Tempels
10. Der Tempel |
Alle Völker, die in den vorigen Kapiteln erwähnt wurden,
haben wegen ihrer Ungehorsamkeit und ihrer Undankbarkeit
den Gaben Allahs gegenüber ihre Strafen verdient und sind
aus eigener Schuld ins Unglück geraten. Die Juden, die im
Laufe der Jahrhunderte heimatlos und staatenlos hin- und
herwanderten und sich zur Zeit des Propheten Salomon in
den heiligen Ländern ansiedelten, haben wiederum deshalb,
weil sie zu weit gingen, Unheil anrichteten und sich ungehorsam
verhielten, eine Katastrophe erlitten. |